20-Jahre IGZ und Unterstützerdialog

Veröffentlicht am 30.10.2019

Zwanzig Jahre ist es her, dass das IGZ Bamberg – Zentrum für Innovation und neue Unternehmen seine Tore erstmals öffnete. Das diesjährige Jubiläum war Anlass, um gemeinsam mit der Gründerszene Bambergs, Mietern und ehemaligen Mietern, Wegbegleitern und Freunden des Gründerzentrums in der Kronacher Straße sowie Sponsoren des neuen Digitalen Gründerzentrums LAGARDE1 die Geschichte und Erfolge des IGZ Revue passieren zu lassen.

Das IGZ Bamberg ist auch nach 20 Jahren immer noch sehr attraktiv. Das wird am besten an der Raumauslastung deutlich: Während der letzten Jahre lag diese konstant über 90 Prozent. Rund 40 Unternehmen haben aktuell Räume und Produktionsflächen gemietet. Seit 1999 konnte das IGZ mehr als acht Millionen Euro Fördergelder für weitere Projekte in der Region akquirieren. Deshalb ist LAGARDE1, das bisher größte Projekt der IGZ Bamberg GmbH, der passende Schritt, um weiteren Raum und ein aktives Netzwerk für eine starke digitale Gründerszene in Bamberg zu schaffen, gibt sich Oberbürgermeister Andreas Starke zufrieden. LAGARDE1 wird deshalb nicht nur Büroräume bieten, sondern darüber hinaus ein ideales Umfeld für Gründer schaffen, so Starke. Wohnen, Arbeit, Kultur, alles wird dort auf dem ehemaligen Kasernengelände in direkter Nachbarschafft zu LAGARDE1 vereint sein, so der Oberbürgermeister.

Netzwerkarbeit ist der Schlüssel zu Projektkooperationen. Im IGZ Bamberg ging es seit Beginn darum, regionale Branchen zu vernetzen, damit aus der gemeinsamen Arbeit Innovationen entstehen. Deshalb organisierte und beteiligte sich LAGARDE1 an bereits über 100 Formaten mit rund 4.300 Teilnehmern, die auf diese Vernetzung abzielen – zwischen Startups, Unternehmen und der Universität. Ein Beispiel ist der “Fuckup-Club“. Dort sprechen Gründer von ihren gescheiterten Geschäftsideen. Daraus können andere Startups oder angehende Gründer lernen und infolgedessen diese Fehler vermeiden.

Oberbürgermeister Andreas Starke lobte vor allem den einzigartigen Spirit, den das IGZ seit Jahren mit den Startups in die Bamberger Unternehmenswelt bringt: „Optimismus, Zuversicht und Offenheit“. Damit biete das IGZ Bamberg den Gründern „die Chance, Gleichgesinnte zu treffen und anfängliche Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern“, so Starke weiter.

Neben den Festreden gab es auch ein konkretes Erfolgsbeispiel aus der Praxis. Es zeigte exemplarisch, wie etablierte mittelständische Unternehmen von der Bamberger Startup-Szene profitieren können: Das Hallstadter Pharmaunternehmen Dr. R. Pfleger Arzneimittel GmbH arbeitet mit dem digitalen Startup bytabo GmbH, das seinen Firmensitz im IGZ hat, zusammen. Ziel war es, eine App zu entwickeln und Prozesse zu optimieren. Neben den technischen Entwicklungen brachte die Zusammenarbeit auch eine Veränderung der Unternehmenskultur mit sich, indem bytabo GmbH einen dynamischen Anstoß für das traditionell organisierte Unternehmen setzte. Das Startup machte ihnen „Mut, neu zu denken“, zeigte sich der Personalleiter Sascha Dorsch begeistert. Dieses Arbeitsklima fördere die Kreativität und den abteilungsübergreifenden Zusammenhalt bei allen Mitarbeitern – diese Auswirkungen verbuche Dr. Pfleger als einen großen Erfolg, so Dorsch. Diese gelungene Kooperation steht stellvertretend für viele andere gemeinsame Projekte aus dem Netzwerk. Netzwerkmanagement spielt eine entscheidende Rolle im Gründerzentrum und in der regionalen Wirtschaft. Landrat Johann Kalb motivierte in seinem Schlusswort alle Förderer und Gäste mit seinem Apell „Engagieren sie sich in Netzwerken, engagieren Sie sich bei LAGARDE1!“.

 

Hier finden Sie die Fotos zur Veranstaltung.